Oktober bis April: die Sahara-Saison
Für Wüstentouren ist der Zeitraum von Mitte Oktober bis Mitte April die klare Empfehlung. Tagsüber liegen die Temperaturen im Erg Chegaga meist zwischen 20 und 28 Grad — warm genug für barfuß im Sand, kühl genug für eine Dünenwanderung am Nachmittag.
Die Nächte werden im Dezember und Januar empfindlich kalt, im Camp können es nachts unter 5 Grad sein. Das klingt abschreckend, gehört aber zu den schönsten Erfahrungen: klirrend klarer Sternenhimmel, dicke Decken, Feuer. Pack einfach eine warme Schicht ein — mehr dazu in unserer Packliste.
Der Sommer: Küste ja, Dünen nein
Von Juni bis Ende August steigen die Temperaturen in der Region um M'hamid regelmäßig über 42 Grad. Wir fahren in dieser Zeit keine mehrtägigen Wüstentouren — das sagen wir lieber ehrlich, als Touren zu verkaufen, die niemandem Freude machen.
Gut möglich ist der Sommer dagegen an der Atlantikküste: Essaouira und Taghazout bleiben durch den Passatwind meist unter 30 Grad. Auch Marrakesch funktioniert am frühen Morgen und am Abend, mit einer langen Riad-Pause über Mittag.
Frühling und Herbst im Atlas
Für Trekking im Antiatlas und in den Tälern ist März bis Mai die schönste Zeit: Die Mandelbäume blühen, die Flussoasen sind grün, und auf den Pässen liegt oft noch Schnee als Kulisse. Der zweite gute Korridor ist September bis November.
Der Draa-Fluss führt nach Regenfällen im Frühjahr am meisten Wasser — dann sind die Palmenoasen zwischen Agdz und Zagora am eindrucksvollsten.
Ramadan und Feiertage
Reisen während des Ramadan ist gut möglich und hat eine eigene, ruhige Schönheit — abends erwachen die Städte zum Leben. Rechne tagsüber mit eingeschränkten Öffnungszeiten kleiner Restaurants und plane Fahretappen rücksichtsvoll. Wir sagen dir bei der Planung, ob dein Zeitraum betroffen ist.



