Die Medina verstehen statt bekämpfen
Die Altstadt ist ein Labyrinth — aber eines mit Logik. Alle größeren Gassen führen früher oder später zu einem Tor oder zum zentralen Platz Jemaa el-Fna. Verlaufen gehört dazu und ist ungefährlich; die schönsten Innenhöfe findet man selten mit Absicht.
Offline-Karten funktionieren in der Medina erstaunlich gut. Und wenn dir jemand ungefragt den Weg zeigen will: freundlich ablehnen oder vorher einen kleinen Betrag vereinbaren — spontane „Wegweiser“ erwarten hinterher ein Trinkgeld.
Essen: den Einheimischen folgen
Die einfache Regel: Iss dort, wo Marokkaner essen. Volle einheimische Grillstände sind frischer als leere Touristenrestaurants mit Foto-Speisekarte. Tajine, frisch gepresster Orangensaft und Msemen (Blätterteig-Fladen) vom Markt gehören zu den sichersten und besten Mahlzeiten der Stadt.
Leitungswasser trinken die meisten Reisenden nicht — Wasserflaschen gibt es an jeder Ecke. Der Minztee dagegen ist überall unbedenklich, weil er kochend aufgebrüht wird, und abzulehnen wäre ohnehin unhöflich.
Ruhe finden: die andere Seite der Stadt
Marrakesch kann laut sein — aber es hat eingebaute Fluchten. Der Jardin Majorelle und der ruhigere Jardin Secret mitten in der Medina, die Dachterrassen zur Zeit des Abendrufs, und jeder gute Riad-Innenhof: Brunnen, Schatten, Stille. Plane bewusst eine lange Mittagspause ein; die Stadt selbst macht es genauso.



