Dirham und Bargeld
Die Landeswährung ist der marokkanische Dirham (MAD). Er ist eine geschlossene Währung — du bekommst ihn erst im Land, am einfachsten am Geldautomaten am Flughafen. Die Kurse der Automaten sind fair; wechselstuben in der Medina lohnen den Vergleich nicht.
Marokko ist noch immer ein Bargeldland. In Riads, größeren Restaurants und Supermärkten funktioniert die Kreditkarte, aber im Souk, an Tankstellen auf dem Land und in Cafés zahlst du bar. Plane etwa 300–500 Dirham pro Tag in kleinen Scheinen ein.
Die Trinkgeld-Frage
Trinkgeld gehört in Marokko zum Alltag und ist Teil des Einkommens vieler Menschen. Als Faustregel: im Café ein paar Dirham aufrunden, im Restaurant etwa 10 Prozent, für Gepäckträger im Riad 10–20 Dirham.
Für Fahrer und Camp-Team auf einer mehrtägigen Tour ist ein gemeinsames Trinkgeld am Ende üblich, wenn du zufrieden warst — die Höhe ist wirklich deine Entscheidung. Niemand aus unserem Team wird je danach fragen; das ist uns wichtig.
Handeln im Souk — ein Spiel mit Regeln
Handeln gehört dazu, aber es ist ein freundliches Spiel, kein Kampf. Frag nach dem Preis, biete deutlich weniger, trefft euch in der Mitte, und lächelt dabei. Die einzige unhöfliche Variante: lange verhandeln und dann grundlos gehen.
Festpreise gelten überall dort, wo Preise angeschrieben stehen — im Supermarkt, in der Apotheke, in Cafés und zunehmend in Kunsthandwerk-Kooperativen. Dort zu feilschen wäre so unpassend wie an einer deutschen Supermarktkasse.


